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Simon ist Coach.
Beziehungsexperte, Author und tätig in eigener Praxis für
Psychotherapie.
Er hilft Menschen auf ihrem Weg der Selbstverwirklichung und dabei mehr Lebendigkeit und Verbindung zu erschaffen.
Er arbeitet traumasensibel und inneres-Kind bewusst um wirklich nachhaltig, alte Muster und Dynamiken zu transformieren.
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Über verschiedene ansätze in der begegnung von trauma
Wer heute eine Therapie beginnt, tritt unbewusst in eine jahrzehntelange Geschichte ein – eine Geschichte voller mutiger Gedanken, Irrwege, Durchbrüche und Revisionen. Und an ihrem Anfang steht ein Mann, der die Welt der Psychologie revolutionierte: Sigmund Freud.
Freud war der Erste, der es wagte, das Unsichtbare ernst zu nehmen. Er öffnete die Tür zum Unbewussten, sprach über Triebe, über Sexualität, über Verdrängung – Themen, die man zu seiner Zeit kaum aussprechen durfte. Mit der Psychoanalyse gab er dem Menschen erstmals die Erlaubnis, innere Konflikte als sinnvolle Ausdrucksformen zu verstehen. Er erkannte, dass Symptome nicht zufällig entstehen, sondern ein Versuch sind, mit innerer Spannung umzugehen – ein Kompromiss zwischen dem, was wir fühlen, und dem, was wir zu fühlen gelernt haben.
Natürlich muten manche seiner Theorien heute befremdlich an: der Penisneid, der Ödipuskomplex, das Begehren nach der Mutter, der Wunsch, den Vater zu töten.
Diese Ideen waren für ihre Zeit radikal – aber sie müssen nicht wörtlich genommen werden, um ihren Kern zu verstehen. Denn Freud hat etwas Entscheidendes gelehrt:
dass wir Menschen nicht völlig Herr über uns selbst sind, dass ein großer Teil unseres Erlebens aus unbewussten Dynamiken stammt, die unser Verhalten, unsere Beziehungen und unsere körperlichen Zustände prägen.
Man könnte sagen: Heute darf man auch ohne Penisneid, ohne Mordfantasien und ohne Couch eine gute Therapie machen – aber ohne die Entdeckung des Unbewussten gäbe es keine moderne Psychotherapie.
Die Psychoanalyse hat sich längst gewandelt. Heute sitzen Therapeut:in und Klient:in einander gegenüber, es wird gesprochen, gefragt, gespürt, gedeutet, aber auch gelacht, geschwiegen, erlebt. Aus dem Einbahnstraßenmodell des Deutens ist ein Dialog geworden.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, als Weiterentwicklung der Analyse, konzentriert sich weniger auf die symbolische Kindheitsdeutung und stärker auf aktuelle Beziehungserfahrungen. Sie fragt: Wie wiederholt sich das Alte im Jetzt? Und was braucht es, um diese Wiederholungen bewusst zu machen, zu verstehen – und neu zu gestalten?
So wurde aus der klassischen Analyse ein lebendiger, menschlicher Prozess. Einer, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Beziehung bringt, ohne sich in Dogmen zu verlieren.
Mit dem Aufkommen der Verhaltenstherapie in den 1950er-Jahren begann eine neue Ära. Nach Jahrzehnten des Deutens und Träumens richtete sich der Blick nun auf das Handeln. Was Freud noch als Kompromiss zwischen Trieb und Verbot verstand, wurde nun in Lernmechanismen übersetzt: Konditionierung, Reiz-Reaktions-Muster, Verstärkung.
Der Mensch, so die Grundannahme, kann neues Verhalten erlernen – unabhängig davon, was ihn einst geprägt hat.
Verhaltenstherapie ist klar, strukturiert, überprüfbar. Sie arbeitet mit Protokollen, Hausaufgaben, Selbstbeobachtung. Sie ist – im besten Sinne – pragmatisch. Und sie hat vielen Menschen geholfen: bei Ängsten, Zwängen, Depressionen, Phobien, Burnout.
Doch dieser Pragmatismus hat seinen Preis. Denn Verhaltenstherapie zielt oft primär auf Symptomreduktion. Sie fragt: Wie lässt sich das Symptom abschalten?, statt: Was will es mir sagen?
Viele Klient:innen erleben eine schnelle Entlastung – aber die tieferen Ursachen, die inneren Spannungen, die alten Überlebensmuster bleiben oft unberührt.
Aus traumasensibler Sicht bedeutet das: Es kann gefährlich sein, das Symptom zu „besiegen“, bevor man verstanden hat, wofür es einst gebraucht wurde. Wer zu früh reguliert, was aus Schutz entstanden ist, riskiert, das Nervensystem zu übergehen.
Die moderne Verhaltenstherapie hat jedoch viel gelernt. Viele Therapeut:innen integrieren heute nunmehr Interventionen aus der Tiefenpsychologie, der Gestaltarbeit oder der humanistischen Therapie.
Achtsamkeit, Mitgefühl, Körperarbeit, Emotionsfokussierung – all das war in der ursprünglichen Verhaltenstherapie undenkbar, gehört heute aber zum Repertoire vieler Praxen.
Das ist ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass Psychotherapie immer weniger in Schulen denkt, sondern in Menschen. Wir erleben heute die Entstehung einer multimodalen Haltung:
Nicht mehr „eine Methode für alle“, sondern eine Therapie, die sich am Menschen orientiert, nicht am Handbuch.
Zahlreiche Metaanalysen bestätigen die Wirksamkeit aller großen Therapierichtungen.
Und doch sind die Zahlen ernüchternd: Weniger als die Hälfte der Patient:innen erlebt eine deutliche Symptomreduktion, und Rückfälle sind häufig.
Der Verhaltenstherapeut Frank Jacobi von der Psychologischen Hochschule Berlin bringt es auf den Punkt: „Es ist nicht ganz so optimistisch, wie wir früher dachten. Als ich studierte, rechnete man noch mit 80 Prozent Erfolgsquote.“
Der Psychologe Christian Benecke kritisiert, dass Studien meist mit zu kurzen Therapiezeiträumen arbeiten – sechs bis sechzehn Sitzungen –, während komplexe Entwicklungstraumata, Bindungsstörungen oder tiefgreifende Persönlichkeitsmuster viele Monate oder Jahre brauchen, um sich zu verändern.
Alles andere ist ja irgendwie auch ziemlich unrealistisch und entspricht eher dem „Quick Fix“ denken, das natürlich für viele Menschen interessant klingt, aber eben wie Studien belegen, nicht nachhaltig wirkt.
Ein Name, der die moderne Psychotherapie geprägt hat, ist Peter Fonagy, Psychoanalytiker, Bindungsforscher und Direktor des Anna Freud Centre in London.
Fonagy brachte die Idee der Mentalisierung in die therapeutische Welt – die Fähigkeit, eigene und fremde mentale Zustände zu erkennen, zu verstehen und zu regulieren.
Er zeigte, dass Menschen, die als Kinder sicher gebunden waren, diese Fähigkeit ganz natürlich entwickeln. Wer sie nicht hatte, kann sie in einer sicheren Beziehung – etwa
in der Therapie – nachreifen.
Fonagy verbindet so Psychoanalyse, Bindungstheorie und Neurowissenschaft.
Sein Ansatz zeigt: Therapie wirkt nicht primär über Technik, sondern über Beziehung.
Es ist diese Haltung, die den Weg bereitet hat für neue, integrative Modelle wie NARM, die Psychotherapie als ein lebendiges Beziehungsfeld verstehen – zwischen Gehirn und Körper, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Therapeut:in und Klient:in.
Das NeuroAffective Relational Model (NARM®), entwickelt von Dr. Laurence Heller, gehört zu den bedeutendsten neuen Ansätzen in der Trauma-Therapie.
Es verbindet Erkenntnisse aus der Neurobiologie, der Bindungsforschung, der Körperarbeit und der Tiefenpsychologie – und geht davon aus, dass Entwicklungstrauma keine „Störung“ ist, sondern eine Anpassung an frühe Umstände, die einmal sinnvoll waren. NARM arbeitet nicht mit Diagnosen oder Defiziten, sondern mit Verbindung.
Es interessiert sich nicht vorrangig für das, was falsch lief, sondern für das, was blockiert ist – und wieder in Fluss kommen will. Es ist weniger stigmatisierend, weniger pathologisierend, weniger analytisch aufgesetzt – und dafür menschlicher, direkter, verkörperter.
Wo die Verhaltenstherapie Symptome regulieren will, und die klassische Psychoanalyse sie deuten will, lädt NARM dazu ein, sie zu fühlen, zu verstehen und aufzulösen, ohne in ihnen stecken zu bleiben. Es arbeitet mit dem Körper, mit Beziehung, mit Sprache – Top-down und Bottom-up zugleich.
Es respektiert das alte Wissen der Psychoanalyse, die Klarheit der Verhaltenstherapie und die Weisheit des Körpers – und verbindet sie zu einem System, das sich an der Lebendigkeit des Menschen orientiert, nicht an seiner Pathologie.
Weil es die Trennung zwischen Geist und Körper, zwischen Psychologie und Biologie, zwischen Analyse und Erfahrung aufhebt.
Weil es die Sprache des Nervensystems spricht – eine Sprache, die weder Freud noch die Verhaltenstherapie je wirklich verstanden haben.
Und weil es eine Antwort bietet auf die Fragen, die viele Klient:innen heute stellen:
Nicht nur „Wie werde ich meine Symptome los?“, sondern „Wie finde ich zurück zu mir?“
Die Geschichte der Psychotherapie ist eine Geschichte der Integration.
Freud lehrte uns, dass das Unbewusste existiert.
Die Verhaltenstherapie zeigte, dass Veränderung möglich ist.
Und NARM erinnert uns daran, dass Heilung nur in Verbindung geschieht – in der Begegnung mit uns selbst und einem Gegenüber, das uns sieht.
Therapie ist heute nicht mehr die Suche nach dem „Fehler im System“, sondern das Wiederfinden unserer ursprünglichen Fähigkeit, in Kontakt zu sein – mit uns, mit anderen, mit dem Leben selbst.
Vielleicht ist das der größte Fortschritt: Dass wir endlich verstehen, dass es in der Heilung weniger um Techniken geht, sondern darum, wieder Mensch zu sein und in Beziehung zu gehen.
Du hast Interesse an einem traumasensiblen Coaching? Hier kostenloses Klarheitsgespräch buchen
Ich bin Simon Karim Frembgen – traumasensibler Coach für Selbstverwirklichung, Beziehungsexperte, Autor und tätig in eigener Praxis für Psychotherapie.
Die Beziehungen, die wir führen – und auch die, die wir nicht führen können oder vermeiden – zeigen uns oft sehr deutlich, wie unser Bindungssystem geprägt ist.
Gerade im Kontakt zu anderen Menschen werden unbewusste Muster spürbar.
Das kann herausfordernd sein, denn auch unsere Schutz- und Bewältigungsstrategien wirken hier stark mit. Das Fundament unserer Beziehungsfähigkeit lässt sich auf drei wesentliche Säulen zurückführen:
1. Liebevoller Selbstkontakt – die Fähigkeit, sich selbst zu spüren und wahrzunehmen,
was gerade gebraucht wird.
2. Gefühlsarbeit & Emotionsregulation – die Fähigkeit Gefühle zu fühlen ohne etwas
damit zu tun und ein neuer Umgang mit Stress, Schmerz und Überforderung.
3. Beziehungsvertrauen – das Vertrauen, dass Verbindung möglich ist,
ohne sich selbst zu verlieren oder verletzt zu werden.
Diese drei Säulen können – unabhängig von früheren Erfahrungen – bewusst entwickelt und gestärkt werden und sind fester Bestandteil meiner Arbeit und meiner
5 Phasen der Traumaheilung.
Bindung ist nicht nur ein Ergebnis der Vergangenheit. Sie ist auch eine Entscheidung
im Hier und Jetzt – und ein Weg zurück zu Dir selbst.
Infos zu meiner Vita und Vision findest du hier: Wer ist Simon Karim?
Wenn du an Traumaarbeit und der Auflösung von alten Mustern und Beziehungsdynamiken interessiert bist, empfehle ich dir auch mal hier auf meine Seite zur NARM-Therapie zu schauen:
NARM zur Lösung von Bindungstrauma
Die Arbeit mit dem „Neuroaffektiven Beziehungsmodell“ für viele Menschen ein Hauptbaustein zur Veränderung der Bindungsdynamik. NARM ist ein relativ neuer Ansatz der von dem Amerikaner Laurence Heller entwickelt wurde.
Ich selber arbeite auch als NARM-Therapeut und wenn du neugierig bist,
kannst du hier mehr erfahren: https://simonkarim.de/narm-therapie/
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