GLAUBENSSÄTZE
„Ich bin nicht genug“ – Warum positive Affirma-tionen deine alten Wunden nicht heilen können.
Vielleicht kennst du diese Momente der Stille, wenn der Alltagstrubel kurz Pause macht – vielleicht abends, wenn du am Bett deines Kindes sitzt und es beim Schlafen beobachtest. In diesen Augenblicken taucht er manchmal ungefragt auf: dieser leise aber tiefe Gedanke, dass du eigentlich irgendwie nicht genug bist. Dass du dich noch mehr anstrengen müsstest, um eine „gute“ Mutter, ein „starker“ Vater oder ein erfolgreicher Mensch zu sein.
Vielleicht hast du schon versucht, diesen Gedanken mit positiven Sätzen wegzudrücken. Du stehst vor dem Spiegel und sagst dir: „Ich bin wertvoll.“ Und nimmst bewusst eine Power-Pose ein und stemmst die Hände in die Hüften.
Doch tief in deinem Bauch fühlt es sich wie eine Lüge an. Da ist eine Enge,
ein leichter Druck, der dir sagt, dass die Wahrheit woanders liegt. Warum zur Hölle lassen uns diese alten Sätze nicht los, obwohl wir längst erwachsen sind??!!
Warum fühlen wir uns oft immer noch wie das schüchterne Kind auf dem Schulhof, das sein zweites Pausenbrot verschenkt hat, nur um nicht abgelehnt zu werden?
Warum ist da noch dieser Teil, der in der Vergangenheit gefangen ist?
Lösungswege und vieles mehr erfährst du im folgenden Artikel …
Was sind traumatische Glaubenssätze
und wie entstehen sie?
Glaubenssätze wie „Ich bin nicht genug“ oder „Ich muss alles allein schaffen“ sind keine bloßen Gedankenfehler. Sie sind die kognitive Entsprechung von Bindungstraumata.
Wenn ein Kind erlebt, dass seine Bedürfnisse nach Autonomie oder emotionaler Präsenz
der Eltern nicht beantwortet werden, passt es sein Selbstbild an, um die Bindung zu sichern.
Diese tief im Nervensystem verankerten Überzeugungen steuern als unbewusste Überlebensstrategien unser gesamtes Erwachsenenleben, bis sie auf der Ebene der Körperempfindungen und der Identität gelöst werden.
Hi, ich bin Simon, ich bin Coach und Trauma Therapeut. Ich begleite Menschen zurück in ihre authentische Kraft. So können sich z.B. auch deine Beziehungen verändern –
die Voraussetzung ist die wichtigste Beziehung: Die Beziehung zu dir selbst.
Wenn dich das interessiert, biete ich dir ein kostenloses Klarheitsgespräch.
Viel Spass bei dem Artikel …
Das Erbe der Unsichtbarkeit: Antons Geschichte
In meiner Arbeit begegnen mir oft Menschen wie Anton. Er ist Mitte 30, erfolgreicher Ingenieur und seit kurzem Vater eines sechs Monate alten Sohnes. Er liebt sein Kind über alles, aber er spürt eine panische Angst: Die Angst, seine eigene „Unsichtbarkeit“ weiterzugeben. Anton war das klassische „liebe Kind“. Er hat nie Probleme gemacht, hat seine Wut weggedrückt und sich immer angepasst. Er hat gelernt, dass er nur dann sicher ist, wenn er keine Umstände macht.
Heute merkt er, wie er im Job zu jeder Überstunde ja sagt und zu Hause seine eigenen Bedürfnisse komplett begräbt. Er ist erschöpft, aber er kann nicht aufhören zu funktionieren. Wenn wir versuchen, diese Muster nur mit „Mindset-Arbeit“ zu lösen, scheitern wir meistens.
Warum? Weil Antons Körper glaubt, dass sein Überleben davon abhängt, dass er sich anpasst. Für sein Nervensystem bedeutet Widerstand gleich Trennung – und Trennung bedeutete für das kleine Kind früher den Tod.
Warum Reden allein die Wunden nicht schließt
Die Coaching-Industrie ist voll von Tipps, wie man „Glaubenssätze überschreibt“.
Aber man kann ein brennendes Haus nicht löschen, indem man die Tapete überstreicht.
Ein Bindungstrauma sitzt nicht im Verstand, es sitzt in der Biologie.
Wenn du als Kind erfahren hast, dass deine lebendige, laute Seite – deine Wutkraft – nicht willkommen war, dann hast du diesen Teil von dir abgespalten. Du hast dich „klein gemacht“, um dazu zugehören. Das ist der Grund, warum Affirmationen oft verpuffen: Dein Körper erinnert sich an den Schmerz der Ablehnung und lässt die neuen, positiven Sätze gar nicht erst rein. Er schützt dich vor der Gefahr, wieder ausgestoßen zu werden.
Break the Cycle: Die Kette unterbrechen
Einer der stärksten Motoren für Veränderung ist der Wunsch, es für die nächste Generation besser zu machen. Phillip möchte nicht, dass sein Sohn lernt, sein „Pausenbrot“ immer wegzugeben. Er möchte, dass sein Sohn ein Vorbild hat, das aufrecht steht, Grenzen setzt und seine eigene Kraft spürt.
Doch um den Kreislauf zu durchbrechen (Break the Cycle), müssen wir mehr tun, als uns vorzunehmen, „anders“ zu erziehen. Wir müssen an die Wurzel.
Wahrnehmen statt Wegdrücken: Heilung beginnt dort, wo wir aufhören, gegen den Schmerz der Unzulänglichkeit zu kämpfen. Wir schauen uns die Enge in der Brust an, die auftaucht, wenn wir „Nein“ sagen wollen. Wir geben diesem Gefühl Raum, statt es mit positiven Sprüchen zu übertönen.
Vom Schattenkind zur Autonomie: In Anlehnung an Ansätze wie NARM oder die Arbeit mit dem inneren Kind (wie bei Stefanie Stahl, aber mit Fokus auf den Körper), geht es darum, die Identität zu wandeln. Du bist nicht mehr das Kind, das auf die Erlaubnis der Eltern warten muss. Du bist heute der Erwachsene, der sich selbst die Sicherheit geben kann, die früher gefehlt hat.
Die Integration der Kraft: Wahre Heilung passiert, wenn du merkst, dass deine Wut und dein Widerstand keine Feinde sind, sondern die Energie, die dich schützt. Wenn du diese Kraft wieder spürst, brauchst du keine Affirmationen mehr – du weißt dann einfach, dass du genug bist, weil du dich selbst nicht mehr verlässt.
Bist du bereit, die alten Geschichten hinter dir zu lassen?
Vielleicht spürst du gerade diesen Funken Neugier: Wer wärst du eigentlich, wenn du nicht mehr glauben müsstest, dass du dich anpassen musst, um geliebt zu werden?
Der Weg aus den alten Mustern führt über die Verbindung zu dir selbst – und zwar in deinem ganz eigenen Tempo. Wenn du bereit bist, deine Geschichte neu zu schreiben und für dich (und vielleicht auch für deine Kinder) in deine volle Kraft zu kommen, lass uns sprechen. In einem Klarheitsgespräch schauen wir uns gemeinsam an, wie wir deine Autonomie stärken und die alten Fesseln lösen.
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