people pleasing
Warum „lieb sein“ dich verdammt einsam macht:
Der wahre Preis,
den du für den Frieden zahlst.
Vielleicht kennst du diesen einen Moment am späten Nachmittag. Du sitzt am Schreibtisch oder stehst in der Küche, die Luft im Raum fühlt sich plötzlich bleiern an und in deinem Brustkorb breitet sich eine Enge aus, die du nur zu gut kennst.
Dein Handy vibriert. Es ist die Nachricht einer Freundin, die dich um einen Gefallen bittet, oder der Partner, der beiläufig erwähnt, dass er heute Abend doch keine Zeit zum Kochen hat.
Eigentlich schreit alles in dir: „Nein! Ich kann nicht mehr. Ich brauche meine Ruhe.“ Aber während dein Herz gegen deine Rippen klopft, tippen deine Finger fast wie von selbst: „Klar, gar kein Problem! Mach dir keinen Stress.“ Du drückst auf Senden. Und in dem Moment, in dem das Häkchen blau wird, spürst du dieses vertraute, bittere Gemisch aus Erleichterung und Selbsthass.
Du hast den Frieden im Außen gerettet, aber innerlich hast du gerade wieder eine Grenze übertreten – deine eigene. Warum zur Hölle ist es so schwer, einfach nur bei sich zu bleiben? Warum fühlt es sich wie Lebensgefahr an, jemanden zu enttäuschen?
Lösungswege und vieles mehr erfährst du im folgenden Artikel …
Was ist People Pleasing aus
neurobiologischer Sicht?
People Pleasing ist weit mehr als nur eine „nette Eigenschaft“. Es ist eine tief sitzende Überlebensstrategie des Nervensystems, die wir in der Psychologie oft als „Fawning“ (Unterwerfung) bezeichnen. Wenn wir als Kind gelernt haben, dass Bindung nur durch Anpassung sicher ist, speichert unser System „Nein“ sagen als existenzielle Bedrohung ab.
Die Folge im Erwachsenenalter: Ein permanenter Zustand von Hochspannung im Nervensystem, chronische Erschöpfung und eine tiefe emotionale Einsamkeit,
weil wir uns hinter einer Maske der Perfektion verstecken, um Ablehnung zu vermeiden.
Hi, ich bin Simon, ich bin Coach und Trauma Therapeut. Ich begleite Menschen zurück in ihre authentische Kraft. So können sich z.B. auch deine Beziehungen verändern –
die Voraussetzung ist die wichtigste Beziehung: Die Beziehung zu dir selbst.
Wenn dich das interessiert, biete ich dir ein kostenloses Klarheitsgespräch.
Viel Spass bei dem Artikel …
Das Erbe des „braven Kindes“
Erinnerst du dich an das Gefühl, wenn du früher als Kind eine gute Note nach Hause gebracht hast oder wenn du im Wohnzimmer ganz still warst, während die Eltern stritten? Vielleicht warst du der „Fels in der Brandung“, das Kind, um das man sich keine Sorgen machen musste. Du hast gelernt, die Stimmung im Raum zu lesen wie andere das Wetter.
Du konntest am Klang der Schritte im Flur hören, ob heute ein guter oder ein gefährlicher Tag ist.
Das ist das „Zweite-Pausenbrot-Syndrom“: Du hast gelernt, deine eigenen Bedürfnisse – dein Pausenbrot, deine Wut, deine Trauer – beiseitezuschieben, um die Harmonie im Außen zu stützen. Das Problem ist: Du bist heute erwachsen, aber dein Nervensystem operiert immer noch nach dem alten Drehbuch.
Du verschenkst heute nicht mehr dein Brot, sondern deine Lebenszeit, deine Integrität und deine Gesundheit. Du bist die verlässliche Kollegin, die immer einspringt, die Partnerin,
die nie streitet, die Freundin, die immer zuhört. Aber wer hört eigentlich dir zu?
Die Einsamkeit in der Menge
Hier liegt die große Ironie des People Pleasings: Wir passen uns an, um dazuzugehören.
Wir verbiegen uns, um geliebt zu werden. Doch paradoxerweise erschaffen wir dadurch eine Mauer der Einsamkeit. Wenn du dich immer so verhältst, wie andere es von dir erwarten, dann wird nicht du geliebt, sondern die Rolle, die du spielst.
Niemand bekommt jemals dein echtes Gesicht zu sehen – die Ecken, die Kanten, die gesunde Aggression, die Leidenschaft. Du bist von Menschen umgeben, fühlst dich aber innerlich völlig isoliert, weil du weißt: „Wenn ich mich ganz zeige und groß machen würde, dann wenden sich womöglich alle von mir ab.“
Das ist aus Sicht des Bindungssystems extrem bedrohlich und daher waren wir damals bereit, dafür einen sehr hoher Preis zu zahlen – nämlich das Aufgeben unserer Authentizität.
Die Rolle von unterdrückten Gefühlen wie z.B. Wut
Die Wut, die du runterschluckst, verschwindet nicht einfach. Sie wird im Körper gelagert. Ich nenne das dein Wutkonto. Jedes Mal, wenn du „Ja“ sagst und „Nein“ meinst,
zahlst du auf dieses Konto ein. Und wie bei jedem Konto gibt es irgendwann Zinsen.
Vielleicht wunderst du dich, warum du manchmal wegen einer absoluten Bagatelle – einer falsch eingeräumten Spülmaschine oder einer roten Ampel – innerlich explodierst oder in Tränen ausbrichst. Das ist kein Zufall. Es ist dein Nervensystem, das den Druck ablässt,
den du über Wochen oder Monate aufgestaut hast.
Diese Ausbrüche sind keine Fehler deines Charakters. Sie sind die Notbremse deines Systems, das verzweifelt versucht, wieder Raum für dich selbst zu schaffen.
Der Weg zurück: Dein „Nein“ als Akt der Selbstliebe
Vielleicht denkst du jetzt: „Schön und gut, Simon, aber wenn ich jetzt anfange, Grenzen zu setzen, bricht alles zusammen und es hat doch so gut funktioniert!“ Ja, es wird sich anfangs so anfühlen. Dein Nervensystem wird Alarm schlagen. Dein Herz wird rasen. Du wirst dich schuldig fühlen. Aber dieses schlechte Gewissen ist nichts anderes als das Signal, dass du gerade ein altes, toxisches Muster durchbrichst. Genau hier, können wir neue Kapazität schaffen, damit zu sein und diesen Gefühlszustand lernen anzunehmen.
Echte Nähe braucht zwei Menschen, die eine Kontur haben. Ein Mensch ohne Grenzen ist wie ein Haus ohne Wände – jeder kann reinlaufen, aber es gibt keinen Ort, an dem man wirklich ankommen kann.
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Der 5-Sekunden-Check: Wenn dich das nächste Mal jemand um etwas bittet, halte inne. Bevor dein „Ja-Reflex“ einsetzt, atme einmal tief in dein Becken. Spürst du eine Enge im Hals? Ein Ziehen im Magen? Das ist dein Körper, der dir sagt: „Das ist eigentlich zu viel.“ Erlaube dir, erst einmal nichts zu sagen. „Ich gebe dir später Bescheid“ ist ein vollständiger Satz.
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Lerne die Sprache deiner Autonomie: Fang klein an. Du musst nicht morgen deine Kündigung einreichen oder dich scheiden lassen. Sag beim Italiener, dass die Pasta zu kalt ist. Sag der Freundin, dass du heute nur 20 Minuten telefonieren kannst. Beobachte, wie die Welt nicht untergeht.
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Vom Funktionieren zur Präsenz: In meiner Arbeit (besonders mit NARM) schauen wir uns an, was dich eigentlich daran hindert, ganz hier zu sein. Wir holen deine Wutkraft zurück – nicht damit du um dich schlägst, sondern damit du diese Energie nutzen kannst, um stabil und aufrecht in deinem Leben zu stehen.
Bist du bereit, die Maske der oder des„Braven“ abzulegen?
Es ist verdammt erschöpfend, ein Leben für die Erwartungen anderer zu führen.
Du hast es verdient, gesehen zu werden – und zwar mit allem, was zu dir gehört.
Auch mit deinem „Nein“, deinem Widerstand und deiner ganz eigenen Kraft.
Wenn du spüren kannst, dass dein Wutkonto voll ist und du wieder lernen willst,
wer du eigentlich bist, wenn du dich nicht anpasst, dann lade ich dich ein.
In einem Klarheitsgespräch finden wir gemeinsam heraus, wie wir dein Nervensystem aus der Anpassungsfalle führen. Traumasensibel, ohne Druck und absolut echt.
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