Methoden
Die therapeutischen Ansätze, die meine Arbeit prägen
Meine Arbeit ist primär von NARM® getragen und unterfüttert von körperorientierten, tiefenpsychologischen und humanistischen Ansätzen. Simon Karim, Heilpraktiker für Psychotherapie und NARM®-Therapeut, verbindet diese Ansätze zu einer ressourcenorientierten, traumasensiblen Haltung statt zu einem festen Methodenkatalog.
Eine Sitzung bei mir beginnt sehr häufig mit einer Reise ins eigene Fühlen, eine Erfahrung, die lehrreich und intensiv sein kann. Gleichzeitig ist es in einer körperorientierten Sitzung von großer Bedeutung, dass der Therapeut über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt, den er dir zur Verfügung stellt. Du profitierst also von meinem eigenen Körperbewusstsein, um deine eigenen Schritte zur Veränderung machen zu können. Vor diesem Hintergrund möchte ich die Ansätze beschreiben, die meine Arbeit geprägt haben und nach wie vor prägen.
NARM® — das NeuroAffective Relational Model
Mein wichtigstes Werkzeug ist NARM®, das NeuroAffective Relational Model nach Dr. Laurence Heller. NARM® schaut nicht darauf, was an dir falsch sein soll, sondern auf die adaptiven Überlebensstrategien, die aus Entwicklungs- und Bindungstrauma entstanden sind und dich einst geschützt haben. Wir arbeiten dabei ressourcenorientiert und nicht regressiv, im gegenwärtigen Kontakt, statt die Vergangenheit ausführlich zu durchleuchten.
Körperorientierte Ansätze
Diese Ansätze gehen davon aus, dass sich seelisches Erleben nicht nur im Denken, sondern auch im Körper zeigt, in Haltung, Atmung und Anspannung, und dass genau dort ein Zugang zu tiefer liegenden Themen entsteht.
Charakteranalytisches Verständnis nach Wilhelm Reich
Reich ging davon aus, dass sich seelische Abwehr nicht nur im Verhalten, sondern auch in Haltung, Atmung und Muskeltonus zeigt, gewissermaßen als ein Panzer, der einst geschützt hat und heute oft im Weg steht. Dieses analytische Verständnis fließt in meine Arbeit ein, wenn wir gemeinsam wahrnehmen, wie sich ein Thema körperlich zeigt, ohne dass dabei aktive Körperübungen oder Berührung Teil der Methode sind.
Gestaltkörpertherapie nach Leland Johnson
Atemtechniken wie die Schmelzatmung helfen dabei, die Körperwahrnehmung zu vertiefen und emotionale Ausdrucksweisen zugänglicher zu machen. Der Körper wird so zu einem Schlüssel für Gefühle, die sich in Worten allein manchmal schwer fassen lassen.
Polaritätsarbeit und der Dialog der inneren Anteile
Innere Spannungen entstehen oft zwischen widersprüchlichen Anteilen in uns, etwa zwischen dem Teil, der Nähe sucht, und dem Teil, der sie fürchtet. Im Dialog zwischen diesen Anteilen wird beides hörbar, und daraus kann sich mehr innere Ausgeglichenheit entwickeln.
Tiefenpsychologische und psychoanalytische Wurzeln
Ein Teil meiner Arbeit ist tiefenpsychologisch fundiert und geht davon aus, dass unbewusste Muster aus frühen Beziehungserfahrungen unser Erleben bis heute mitbestimmen.
Karen Horney und Fritz Perls
Ihre Arbeit hat sich mit Neurosen und menschlichem Wachstum befasst und zeigt, dass das Bewusstwerden der eigenen inneren Entfremdung, also der Distanz zum eigenen wahren Selbst, ein erster Schritt zu mehr Gesundheit ist.
Wilfred Bion und Hermann Beland
Mit ihrem Ansatz geht es um das Aufdecken einengender Glaubens- und Grundüberzeugungen, die unsere Weltsicht prägen. Auch die Körperhaltung spiegelt diese Überzeugungen oft wider, und durch ihre Veränderung kann sich auch die Sicht auf die Welt neu ausrichten.
Irvin Yalom und die existenzielle Psychotherapie
Dieser tiefenpsychologisch, existenziell orientierte Ansatz ermöglicht die Arbeit mit existenziellen Themen wie Freiheit, Isolation und Vergänglichkeit. Indem wir innere Leere oder die Angst vor dem Alleinsein annehmen, statt sie zu verdrängen, kann daraus tieferer Frieden und innere Stärke entstehen.
Klientenzentrierte und humanistische Ansätze
Hier liegt der Fokus darauf, dich in deiner Ganzheit zu sehen, mit all deinen Fähigkeiten und deinem Potenzial, nicht nur mit dem, was gerade schwierig ist.
Klientenzentrierte Psychotherapie nach Carl Rogers
Empathie, Authentizität und unbedingte Wertschätzung stehen hier im Mittelpunkt. Es geht darum, dich zu verstehen und dir dabei zu helfen, dein volles Potenzial zu entfalten. Echtheit und der bewusste Wunsch, wirklich zu verstehen, sind dabei essenziell für tiefes therapeutisches Wachstum.
Gestalttherapie
Im Zentrum steht der Kontakt im Hier und Jetzt, also die Frage, was gerade zwischen uns lebendig ist, statt vor allem über Vergangenes zu sprechen. Unerledigtes, also Gefühle oder Situationen, die innerlich nie abgeschlossen wurden, bekommt dabei Raum, um doch noch zu Ende erlebt zu werden.
Trance- und hypnotherapeutische Elemente
Geführte Trancen nach Milton H. Erickson können helfen, eigene Ressourcen leichter zugänglich zu machen oder eine neue Perspektive auf ein festgefahrenes Thema zu gewinnen, indem sie einen Zugang zu tieferen Schichten des Erlebens öffnen. Auch Elemente aus dem NLP setze ich gelegentlich ein. Beides spielt in meiner Arbeit eine ergänzende, keine zentrale Rolle und kommt punktuell dort zum Einsatz, wo es zu dir und deinem Thema passt.
Weitere Einflüsse
Transgenerationales und kollektives Trauma nach Thomas Hübl, Arbeit zur Projektionsauflösung nach Norbert Gopal Klein, Radical Honesty nach Brad Blanton, Das spirituelle Enneagramm nach Eli Jaxon Bear und Christian Meyer, Das Konzept der liebevollen Selbstbeachtung nach Brigitte Koch Kerstin, Traumdeutung nach C.G. Jung, Psychodynamik im Narzismus nach Otto F. Kernberg.
Wie diese Ansätze zusammenwirken
Diese Ansätze stehen in meiner Arbeit nicht nebeneinander wie einzelne Werkzeuge, sondern sind zu einer Haltung verschmolzen: tiefenpsychologisch fundiert, klientenzentriert, ressourcenorientiert, körperorientiert und primär von NARM® getragen. Welche Ebene in einer Sitzung im Vordergrund steht, dein Denken, dein Körper oder das, was sich zwischen uns im Kontakt zeigt, ergibt sich aus dem, was gerade da ist, nicht aus einem festen Ablaufplan.
45 Minuten · per Zoom oder Telefon
Diese Begleitung ersetzt keine psychiatrische oder ärztliche Behandlung, wo diese angezeigt ist. Bei akuten schweren Erkrankungen oder bei schweren Diagnosen,
sind approbierte Therapeut:innen und Ärzt:innen oder psychologische Krankenhäuser die richtige Anlaufstelle. Wenn eine solche Behandlung bereits läuft, kann meine Begleitung in Absprache durchaus sinnvoll parallel verlaufen.