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Somatic Experiencing

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über den autor

Simon ist Coach,
Beziehungsexperte, Author und tätig in eigener Praxis für
Psychotherapie.

Er hilft Menschen auf ihrem Weg der Selbstverwirklichung und dabei mehr Lebendigkeit und Verbindung zu erschaffen.

Er arbeitet traumasensibel und inneres-Kind bewusst um wirklich nachhaltig, alte Muster und Dynamiken zu transformieren.

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Inhalt

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Somatic Experiencing

Was es ist und warum es wirkt

Einleitung

Somatic Experiencing (SE) ist ein koerperorientierter Ansatz zur Bearbeitung von Trauma, entwickelt von dem Psychologen und Biophysiker Peter Levine. Grundlage ist die Beobachtung, dass Tiere nach Bedrohungserfahrungen spontan koerperliche Entladungsprozesse durchlaufen – Zittern, Schuetteln, tiefes Atmen –, die das mobilisierte Nervensystem zurueck in die Regulation bringen. SE nutzt die Koerperwahrnehmung als primaeren Verarbeitungskanal und arbeitet nicht primaer mit der traumatischen Geschichte, sondern mit dem koerperlichen Erleben im Hier und Jetzt.

Lösungswege und vieles mehr erfährst du im folgenden Artikel …

Manchmal frage ich Klienten am Beginn einer Begleitung, was sie sich von dem Prozess erhoffen. Und fast immer ist die Antwort: Ich moechte das hinter mir lassen. Ich moechte, dass es aufhoert, so viel Raum einzunehmen. Ich moechte endlich frei sein von dem, was damals passiert ist.

 

Das ist ein verstaendlicher und menschlicher Wunsch. Und Somatic Experiencing bietet dafuer einen Weg – der anders aussieht, als man vielleicht erwartet. Kein Aufarbeiten, kein nochmals Durchleben, kein Erklaeren. Stattdessen: Koerper. Wahrnehmung. Regulation. Und darueber, ganz allmaeahlich, Freiheit.

Hi, ich bin Simon, ich bin Coach und Trauma Therapeut. Ich begleite Menschen zurück in ihre authentische Kraft. So können sich z.B. auch deine Beziehungen verändern –

die Voraussetzung ist die wichtigste Beziehung: Die Beziehung zu dir selbst.

Wenn dich das interessiert, biete ich dir ein kostenloses Klarheitsgespräch.

Viel Spass bei dem Artikel …

Peter Levines Grundbeobachtung – was Tiere uns lehren

Der Ursprung von Somatic Experiencing liegt in einer einfachen, aber tiefgreifenden Beobachtung. Peter Levine stellte fest, dass Tiere in der Wildnis – obwohl sie regelmaessig lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt sind – keinen chronischen Traumafolgen entwickeln. Nach einem Angriff, nach einer Flucht, nach einer Erstarrung kehren sie durch spontane koerperliche Prozesse in ihren normalen Zustand zurueck: Sie zittern, schlaegen mit den Beinen, schuetteln sich – und sind dann wieder da.

 

Menschen tun das nicht. Nicht weil es falsch waere – sondern weil kognitive Kontrolle, soziale Normen und das Schamsystem diesen spontanen Entladungsprozess haeufig blockieren. Das Kind, das nach einem Unfall aufgefordert wird, nicht zu weinen und stark zu sein, unterdrückt genau den Prozess, der das Nervensystem von der mobilisierten Energie befreien wuerde.

 

Levines Schlussfolgerung: Traumaheilung bedeutet nicht, die Geschichte aufzuarbeiten. Es bedeutet, dem Koerper zu erlauben, den Prozess nachzuholen, der damals unterbrochen wurde.

Wie Somatic Experiencing in der Praxis aussieht

Eine SE-Sitzung sieht von aussen unspektakulaer aus. Kein dramatisches Weinen, kein tiefes Einsteigen in belastende Erinnerungen, keine intensive Konfrontation. Was stattdessen passiert, ist subtil – und genau deshalb sicher.

 

Der Praktiker begleitet die Person dabei, Koerperempfindungen wahrzunehmen. Nicht zu interpretieren, nicht zu bewerten – nur wahrzunehmen. Was spuere ich gerade in meiner Brust? Was passiert mit meinem Atem? Was ist in meinen Haenden? Diese Art von Aufmerksamkeit auf den Koerper klingt einfach und ist es fuer viele Menschen anfangs nicht: Das Nervensystem hat oft gelernt, Koerperwahrnehmung abzuschalten, weil sie mit Bedrohung verbunden war.

 

Langsam, durch wiederholte kleine Kontakte mit Koerperempfindungen, beginnt das Nervensystem zu entladen. Das kann sich als leichtes Kribbeln zeigen, als ein tiefes Aufatmen, als ein spontanes Waermeempfinden, als ein leises Zittern – kleine physiologische Zeichen, dass das System sich bewegt. Dass etwas, das festgehalten war, sich loest.

Titration und Pendulation – die Sprache des Somatic Experiencing

Zwei Konzepte sind zentral fuer das Verstaendnis von SE und was es von anderen Ansaetzen unterscheidet: Titration und Pendulation.

 

Titration bedeutet: kleine Dosen. Nicht das gesamte traumatische Material auf einmal – sondern in winzigen Portionen, die das Nervensystem aufnehmen kann, ohne von ihnen ueberwaealtigt zu werden. Das Bild, das Levine verwendet, ist das eines Chemielabors: Wenn du eine Saeure und eine Base zusammenfuehrst, kannst du das in einem einzigen Schuss tun – und eine explosive Reaktion erzeugen. Oder du titrierst – Tropfen fuer Tropfen – und erreichst eine ruhige, vollstaendige Reaktion. SE ist das koerperliche Aequivalent des zweiten Ansatzes.

 

Pendulation bedeutet: zwischen Belastendem und Ressourcen hin und her pendeln. Das System geht kurz in Kontakt mit dem schwierigen Material – und kehrt dann zurueck zu etwas Stabilisierendem, Sicherem, Angenehmen. Diese Bewegung zwischen Aktivierung und Ressource ist das Herzstuck von SE. Sie verhindert, dass das System in der Aktivierung stecken bleibt.

 

Zusammen erzeugen Titration und Pendulation das, was im englischen Fachbegriff als dosiertes Erleben bezeichnet wird: eine Art von Begegnung mit dem Schwierigen, die integrierend statt retraumatisierend wirkt.

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— Wenn du moechtest, nimm kurz inne. Spuere, ob da im Moment etwas in deinem Koerper wahrnehmbar ist – eine Empfindung, eine Qualitaet, eine Temperatur. Nicht als Analyse, sondern nur als Kontakt. Das ist im Kleinen das, worum es in SE geht: einfach wahrnehmen, was da ist. —

Fuer wen Somatic Experiencing geeignet ist

SE ist besonders geeignet fuer Menschen, bei denen koerperorientierte Arbeit noch nicht stattgefunden hat – die viel kognitiv verstehen, aber merken, dass das Verstehen allein nichts veraendert. Fuer Menschen mit koerperlichen Symptomen wie chronischer Anspannung, Schlafproblemen, Verdauungsbeschwerden oder chronischem Schmerz, die moeglicherweise mit Stressbiographie zusammenhaengen.

 

SE eignet sich auch gut fuer Menschen, die in der Vergangenheit mit klassischer Traumaarbeit (Exposition, direktes Durcharbeiten) negative Erfahrungen gemacht haben – Retraumatisierung oder Ueberwaeltigung. Weil SE bewusst dosiert und nicht in die volle Aktivierung geht, ist es fuer hochsensible Nervensysteme oft gut vertraeglich.

 

Wo SE an Grenzen stoesst: Bei sehr schwerer Dissoziation oder bei akuten psychischen Krisen ist SE allein nicht ausreichend und sollte mit anderen Unterstuetzungen kombiniert werden. Und wie bei jeder Methode gilt: Die Qualitaet der Begleitungsbeziehung ist entscheidend – die Methode ist das Gefaess, aber die menschliche Verbindung ist der Wirkstoff.

Somatic Experiencing und NARM – wie sie sich ergaenzen

In meiner eigenen Arbeit kombiniere ich Elemente aus Somatic Experiencing mit dem NARM-Modell (NeuroAffective Relational Model) nach Laurence Heller. Beide Ansaetze sind koerperorientiert und traumasensibel – aber sie betonen verschiedene Ebenen.

 

SE arbeitet primaer mit dem autonomen Nervensystem und der koerperlichen Entladung von mobilisierter Energie. NARM arbeitet primaer mit der Beziehungsebene: mit fruehen Identifikationen, mit dem Selbstbild, mit der Frage, wie sich die Traumaerfahrung auf das Bild von sich selbst und von Beziehung ausgewirkt hat.

 

In der Praxis sind diese Ebenen nicht trennbar. Was im Koerper entladen wird, hat immer auch eine psychologische Bedeutung. Was psychologisch integriert wird, hat immer eine koerperliche Entsprechung. Die Kombination beider Perspektiven – Koerper und Beziehung – ergibt in meinen Augen die groesste Tiefe.

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Häufige Fragen (FAQ)

F: Wie lange dauert Somatic Experiencing als Prozess?

Das haengt sehr vom individuellen Nervensystem und der Geschichte ab. Manche Menschen erleben bereits nach wenigen Sitzungen spuerbare Entlastung. Ein tiefgreifender Prozess kann sich ueber Monate oder Jahre erstrecken. SE ist keine schnelle Loesung – aber fuer viele Menschen eine nachhaltige.

 

F: Ist SE eine Therapieform oder eher Coaching?

SE ist ein therapeutisches Verfahren, das von ausgebildeten SE-Praktikern angeboten wird. Es kann im klinischen therapeutischen Kontext eingesetzt werden und auch im Coaching-Rahmen. Wichtig ist, dass der Praktiker ausgebildet ist und die Indikationsgrenzen kennt.

 

F: Kann ich SE-Techniken selbst anwenden?

Einige Grundprinzipien – wie das Wahrnehmen von Koerperempfindungen, das Pendeln zwischen Ressource und Aktivierung, sanftes Schuetteln – lassen sich als Selbstpraxis nutzen. Die eigentliche SE-Arbeit mit traumatischem Material sollte begleitet stattfinden, weil die koregulatorische Praesenz des Praktikers ein wesentlicher Teil des Wirkungsmechanismus ist.

 

F: Was ist der Unterschied zwischen SE und EMDR?

Beide sind koerperorientierte Traumamethoden, aber unterschiedlich im Ansatz. EMDR nutzt bilaterale Stimulation (Augenbewegungen, Toene oder Koerperstimulation) um die Verarbeitung von traumatischen Erinnerungen zu foerdern. SE arbeitet nicht direkt mit der Traumaerinnerung, sondern mit der koerperlichen Empfindung im Hier und Jetzt. Beide haben wissenschaftliche Evidenz und eignen sich fuer verschiedene Menschen.

 

F: Wie erkenne ich einen guten SE-Praktiker?

Ausgebildete SE-Praktiker haben eine Zertifizierung des Somatic Experiencing Trauma Institute (SETI). Darueber hinaus: Achte auf die Qualitaet der Beziehung in der Sitzung – fuehlt du dich gesehen, nicht gedraengt, in deinem Tempo begleitet? Ein guter SE-Praktiker arbeitet ressourcenorientiert und retraumatisiert nicht.

 

F: Ist SE auch bei koerperlichen Erkrankungen sinnvoll?

Ja, besonders bei psychosomatischen Beschwerden, chronischen Schmerzen und Erkrankungen, bei denen Stress und Traumahistorie eine Rolle spielen, kann SE wirksam sein. Auf Erkrankungen wie Fibromyalgie, chronisches Fatigue-Syndrom und bestimmte Verdauungsprobleme gibt es inzwischen Forschung, die die Verbindung zum Nervensystem belegt.

Wenn du dich hier erkennst

Wenn du dich beim Lesen gefragt hast: Koennte das etwas fuer mich sein? – dann ist das eine gute Frage. Koerperorientierte Arbeit ist nicht fuer jeden gleich zugaenglich oder passend. Aber sie ist besonders wertvoll fuer Menschen, die viel kognitiv verstehen und sich wuenschen, dass dieser Verstand nicht mehr der einzige Ort ist, an dem Heilung stattfindet.

 

In meiner Begleitung integriere ich somatic-orientierte Elemente – immer im Tempo des Systems, immer ressourcenorientiert, immer mit dem Koerper als gleichwertiger Stimme neben dem Kopf. Wenn du neugierig bist, wie das fuer dich aussehen koennte, biete ich ein kostenloses Klarheitsgespraech an.

 

-> Zum Klarheitsgespraech: simonkarim.de/klarheitsgespraech

 

Alles Liebe,

Simon

👉 Hier kannst Du ein kostenloses Klarheitsgespräch mit mir buchen

Ich bin Simon Karim Frembgen – traumasensibler Coach für Selbstverwirklichung, Beziehungsexperte, Autor und tätig in eigener Praxis für Psychotherapie.

Die Beziehungen, die wir führen – und auch die, die wir nicht führen können oder vermeiden – zeigen uns oft sehr deutlich, wie unser Bindungssystem geprägt ist.
Gerade im Kontakt zu anderen Menschen werden unbewusste Muster spürbar.

 

Das kann herausfordernd sein, denn auch unsere Schutz- und Bewältigungsstrategien wirken hier stark mit. Das Fundament unserer Beziehungsfähigkeit lässt sich auf drei wesentliche Säulen zurückführen:

 

1. Liebevoller Selbstkontakt – die Fähigkeit, sich selbst zu spüren und wahrzunehmen,
was gerade gebraucht wird.

 

2. Gefühlsarbeit & Emotionsregulation – die Fähigkeit Gefühle zu fühlen ohne etwas
damit zu tun und ein neuer Umgang mit Stress, Schmerz und Überforderung.

 

3. Beziehungsvertrauen – das Vertrauen, dass Verbindung möglich ist,
ohne sich selbst zu verlieren oder verletzt zu werden.

 

Diese drei Säulen können – unabhängig von früheren Erfahrungen – bewusst entwickelt und gestärkt werden und sind fester Bestandteil meiner Arbeit und meiner
5 Phasen der Traumaheilung.

 

Bindung ist nicht nur ein Ergebnis der Vergangenheit. Sie ist auch eine Entscheidung 

im Hier und Jetzt – und ein Weg zurück zu Dir selbst.

 

Infos zu meiner Vita und Vision findest du hier: Wer ist Simon Karim?

Wenn du an Traumaarbeit und der Auflösung von alten Mustern und Beziehungsdynamiken interessiert bist, empfehle ich dir auch mal hier auf meine Seite zur NARM-Therapie zu schauen:

 

NARM zur Lösung von Bindungstrauma

Die Arbeit mit dem „Neuroaffektiven Beziehungsmodell“ für viele Menschen ein Hauptbaustein zur Veränderung der Bindungsdynamik. NARM ist ein relativ neuer Ansatz der von dem Amerikaner Laurence Heller entwickelt wurde.

 

Ich selber arbeite auch als NARM-Therapeut und wenn du neugierig bist,
kannst du hier mehr erfahren: https://simonkarim.de/narm-therapie/

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