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Schlaf und Trauma

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über den autor

Simon ist Coach,
Beziehungsexperte, Author und tätig in eigener Praxis für
Psychotherapie.

Er hilft Menschen auf ihrem Weg der Selbstverwirklichung und dabei mehr Lebendigkeit und Verbindung zu erschaffen.

Er arbeitet traumasensibel und inneres-Kind bewusst um wirklich nachhaltig, alte Muster und Dynamiken zu transformieren.

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Schlaf und Trauma

Warum du nachts nicht abschalten kannst

Einleitung

Schlafprobleme gehoeren zu den haeufigsten und gleichzeitig am meisten unterschaetzten Folgen von Traumatisierung und chronischem Stress. Neurobiologisch betrachtet ist der Zusammenhang klar: Schlaf erfordert, dass das autonome Nervensystem in einen ausreichend regulierten Zustand uebergeht – und genau das ist bei einem dysregulierten, traumatisierten Nervensystem schwierig. Schlafmangel verstaerkt die Traumafolgen, und Traumafolgen verhindern guten Schlaf. Ein Kreislauf, der sich von aussen nur schwer durchbrechen laesst.

Lösungswege und vieles mehr erfährst du im folgenden Artikel …

Es gibt eine besondere Erschoepfung, die Menschen kennen, die schlecht schlafen: nicht nur die koerperliche Muedigkeit, die sich anhaeuft, wenn die Nacht keine Erholung bringt. Sondern auch die seelische Erschoepfung, jeden Morgen aufzuwachen und zu wissen: Es war wieder so. Wieder das Aufwachen um drei. Wieder die Gedanken, die sich im Dunklen drehen. Wieder dieses Gefuehl, als waere der Koerper auf Empfang gestellt, obwohl es gar nichts zu empfangen gibt.

 

Wenn du das kennst, bist du nicht allein. Und – das ist mir wichtig zu sagen – es ist nicht deine Schuld. Dein Koerper macht nichts falsch. Er versucht, dich zu schuetzen. Er weiss nur noch nicht, dass die Gefahr vorbei ist.

Hi, ich bin Simon, ich bin Coach und Trauma Therapeut. Ich begleite Menschen zurück in ihre authentische Kraft. So können sich z.B. auch deine Beziehungen verändern –

die Voraussetzung ist die wichtigste Beziehung: Die Beziehung zu dir selbst.

Wenn dich das interessiert, biete ich dir ein kostenloses Klarheitsgespräch.

Viel Spass bei dem Artikel …

Was im Schlaf mit dem Nervensystem passiert

Schlaf ist kein passiver Zustand. Im Schlaf finden aktive Regulationsprozesse statt, die fuer die psychische und koerperliche Gesundheit fundamental sind. Im REM-Schlaf – der Traumschlafphase – verarbeitet das Gehirn emotionale Erfahrungen und konsolidiert Gedaechtnisinhalte. Dabei werden Stresshormone abgebaut und emotionale Erinnerungen von ihrer affektiven Ladung getrennt – ein Prozess, den der Schlafforscher Matthew Walker als emotionale Verarbeitung im Schlaf beschreibt.

 

Das autonome Nervensystem wechselt im Schlaf zwischen Aktivierungsphasen und tiefen Erholungsphasen. In gesunden Schlafzyklen gibt es einen natuuerlichen Rhythmus zwischen leichterem und tieferem Schlaf, zwischen REM- und Non-REM-Phasen. Dieser Rhythmus ist bei traumatisierten Menschen haeufig gestoert.

 

Bessel van der Kolk beschreibt in seiner Arbeit, dass das Nervensystem traumatisierter Menschen nachts haeufig in einem Hypervigilanz-Modus verbleibt – als waere ein Teil des Systems immer noch auf der Hut, selbst im Schlaf. Das zeigt sich als schlechtes Einschlafen, als haeufiges Aufwachen, als intensive oder beaengstigende Traeume, als das Gefuehl, morgens nicht erholt zu sein.

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— Wenn du moechtest, frage dich einmal: Wie ist deine Beziehung zu dem Moment, kurz bevor du einschlaefst? Gibt es da Ruhe – oder eher Anspannung, Gedanken, ein Nicht-Loslassen-Koennen? Du musst das nicht loesen. Nur wahrnehmen, was da ist. —

Warum das Nervensystem nachts nicht loslassen kann

Fuer ein Nervensystem, das gelernt hat, dass Gefahr unverhersehbar ist, hat Wachheit Schutzfunktion. Das parasympathische Einschalten – das tiefe Entspannen, das Loslassen der Kontrolle, das dem Schlaf notwendig vorangeht – erfordert ein Grundvertrauen in die Sicherheit der Umgebung. Wenn dieses Vertrauen nicht ausreichend vorhanden ist oder durch fruehe Erfahrungen beschaedigt wurde, bleibt das Nervensystem auch nachts auf einem erhoehten Aktivierungslevel.

 

Das erklaert, warum viele Menschen, die schlecht schlafen, berichten, dass sie sich nachts nicht sicher fuehlen – selbst wenn ihre Umgebung objektiv sicher ist. Das Nervensystem unterscheidet nicht zwischen vergangener und gegenwaeaertiger Unsicherheit. Es reagiert auf das koerperlich gespeicherte Muster.

 

Hinzu kommt: Nachts, ohne Ablenkungen und ohne Beschaeftigung, kommen die Inhalte naeher, die tagsueaber durch Aktivitaet auf Distanz gehalten wurden. Das Nervensystem hat sozusagen Feierabend – und nutzt ihn, um zu verarbeiten, was nicht verarbeitet ist. Das erklaert die Gedankenspirale, das Hochkommen alter Gefuehle, die Intensivierung von Angst und Unruhe in den Abend- und Nachtstunden.

Traeume, Albtraeume und traumatisches Material

Albtraeuame und intensiv belastende Traeume sind haeufige Begleiterscheinungen von Traumatisierung. Sie sind nicht zufaellig – sie sind ein Versuch des Nervensystems und des Gehirns, nicht integriertes Material zu verarbeiten. Leider gelingt diese Verarbeitung im Traum nicht immer: Bei PTBS und schwerer Traumatisierung koennen Traeume das traumatische Material reinszenieren, ohne es aufzuloesen – was zu erneuter Aktivierung und einem dysregulierten Nervensystem beim Aufwachen fuehrt.

 

EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessing – nutzt interessanterweise den REM-aeahnlichen Mechanismus der bilateralen Stimulation, um Traumaerfahrungen repraesentativ durchzuarbeiten, ohne die extreme Aktivierung zu erzeugen. Das zeigt, wie eng Schlaf-Verarbeitung und Traumaintegration zusammenhaengen.

 

Was nicht hilft: die Albtraeaume bekaempfen oder sich vornehmen, nicht zu traeumen. Was helfen kann: das Nervensystem vor dem Schlafengehen in einen moeglichst regulierten Zustand bringen, sodass das System nicht mit hoher Aktivierung in den Schlaf geht.

Was tatsaechlich hilft – praktisch und nervsystemorientiert

Die erste und wichtigste Empfehlung, die ich geben kann, ist: Die Schlafumgebung als Sicherheitssignal gestalten. Das Nervensystem braucht koerperliche Hinweise, dass es sicher ist. Vertraute Geraeusche oder Stille, angenehme Temperatur, Dunkelheit – aber auch: Routinen, die dem Nervensystem signalisieren, dass jetzt Abschalten erlaubt ist. Routinen sind starke Sicherheitssignale fuer das ANS.

 

Die zweite Empfehlung ist Nervensystemregulation in den Abend einbauen, bevor das Einschlafen versucht wird. Nicht direkt vom Bildschirm ins Bett. Sondern: Licht dimmen, Bewegung verlangsamen, etwas Waermes trinken, ein kurzes Summen oder tiefes Atmen. Diese Signale der Verlangsamung bereiten das ANS auf den Uebergang vor.

 

Wenn das Aufwachen in der Nacht passiert: nicht gegen das Wachsein ankämpfen. Stattdessen: sanfte koerperliche Erdung – fuesse auf den Boden, ein kurzes Koerperspueren, ein paar tiefe Ausatemzuege. Den Koerper daran erinnern: Ich bin hier. Es ist jetzt. Es ist ruhig.

 

Was die tiefere Ebene betrifft: Wenn Schlafprobleme tief mit Traumafolgen verbunden sind, ist Schlafhygiene allein zu wenig. Die eigentliche Arbeit liegt im Nervensystem – in der schrittweisen Erweiterung des Toleranzfensters, in der Verarbeitung von traumatischem Material in einem sicheren begleiteten Kontext.

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Häufige Fragen (FAQ)

F: Wie viel Schlaf braucht ein traumatisiertes Nervensystem?

Wahrscheinlich mehr als ein nicht-traumatisiertes. Das Nervensystem braucht mehr Zeit zur Verarbeitung und Erholung. Studien zeigen, dass chronischer Schlafmangel die Amygdala-Aktivitaet erhoaht und den praefrontalen Kortex schwaeacht – was Traumafolgen verstaerkt. Mindestens sieben bis neun Stunden werden als Richtwert angegeben.

 

F: Koennen Schlafmittel bei traumabedingten Schlafproblemen helfen?

Kurzfristig koennen Schlafmittel helfen, den akuten Schlafmangel zu unterbrechen. Langfristig adressieren sie nicht die Ursache und koennen bei bestimmten Praeparaten den REM-Schlaf – und damit die Verarbeitungskapazitaet – beeintraechtigen. Bei traumabedingten Schlafproblemen ist eine Kombination aus koerpersomatischer Arbeit und gegebenenfalls medizinischer Begleitung sinnvoller als Schlafmittel allein.

 

F: Sind Albtraeume ein Zeichen fuer unverarbeitetes Trauma?

Nicht zwingend – Traeume koennen viele Ursachen haben. Aber wiederkehrende, stark belastende Albtraeume, besonders solche, die traumatisches Material reinszenieren, sind haeufig ein Hinweis darauf, dass das Nervensystem Verarbeitungsarbeit leistet, die noch nicht abgeschlossen ist.

 

F: Was ist, wenn ich sehr frueh aufwache und dann nicht mehr einschlafen kann?

Fruehes Aufwachen um 3-4 Uhr und dann nicht mehr einschlafen koennen ist ein klassisches Muster bei chronischem Stress und traumatischer Belastung, aber auch bei Depression. Der Koerper ist dann in einem Aktivierungszustand, der ihn wachhalt. Statt gegen das Wachsein zu kaempfen, hilft manchmal: kurz aufstehen, etwas Ruhiges tun, ohne Licht und Bildschirm, und dann zurueck.

 

F: Kann Meditation vor dem Schlafen kontraproduktiv sein?

Fuer manche Menschen, besonders solche mit Tendenz zur Dissoziation oder mit schwerer Traumatisierung, kann tiefe Stille und Innenwahrnehmung vor dem Schlaf Aktivierung ausloesen statt sie zu reduzieren. In diesem Fall sind sanft stimulierende Aktivitaeten – sanfte Bewegung, Waerme, leise Musik – besser als tiefe Meditationspraktiken.

 

F: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schlaf und Bindungstrauma?

Ja, einen sehr engen. Bindungssicherheit entsteht zunaechst im Schlafkontext – das Kind schlaeft sicherer, wenn eine verlaeassliche Bezugsperson in der Naehe ist. Bei unsicherer Bindungsentwicklung kann dieser Sicherheitsanker fehlen, und das Nervensystem bleibt auch im Erwachsenenleben naeahrts wachsamer als noetig.

Wenn du dich hier erkennst

Wenn du weisst, wovon ich hier spreche – die langen Naechte, das Nicht-Abschalten-Koennen, die Erschoepfung, die sich trotzdem nicht in Schlaf verwandelt –, dann moechte ich dir sagen: Das ist nicht Einbildung. Das ist dein Nervensystem, das arbeitet. Das braucht nicht Willenskraft, sondern Unterstuetzung.

 

In meinen Begleitungen adressiere ich Schlafprobleme als das, was sie oft sind: ein Symptom eines dysregulierten Nervensystems. Wir arbeiten an der Wurzel – nicht am Symptom allein.

 

Wenn du das Gefuehl hast, dass jetzt ein guter Moment ist, um hineinzuschauen – ich biete ein kostenloses Klarheitsgespraech an.

 

-> Zum Klarheitsgespraech: simonkarim.de/klarheitsgespraech

 

Herzliche Gruesse,

 

Simon

👉 Hier kannst Du ein kostenloses Klarheitsgespräch mit mir buchen

Ich bin Simon Karim Frembgen – traumasensibler Coach für Selbstverwirklichung, Beziehungsexperte, Autor und tätig in eigener Praxis für Psychotherapie.

Die Beziehungen, die wir führen – und auch die, die wir nicht führen können oder vermeiden – zeigen uns oft sehr deutlich, wie unser Bindungssystem geprägt ist.
Gerade im Kontakt zu anderen Menschen werden unbewusste Muster spürbar.

 

Das kann herausfordernd sein, denn auch unsere Schutz- und Bewältigungsstrategien wirken hier stark mit. Das Fundament unserer Beziehungsfähigkeit lässt sich auf drei wesentliche Säulen zurückführen:

 

1. Liebevoller Selbstkontakt – die Fähigkeit, sich selbst zu spüren und wahrzunehmen,
was gerade gebraucht wird.

 

2. Gefühlsarbeit & Emotionsregulation – die Fähigkeit Gefühle zu fühlen ohne etwas
damit zu tun und ein neuer Umgang mit Stress, Schmerz und Überforderung.

 

3. Beziehungsvertrauen – das Vertrauen, dass Verbindung möglich ist,
ohne sich selbst zu verlieren oder verletzt zu werden.

 

Diese drei Säulen können – unabhängig von früheren Erfahrungen – bewusst entwickelt und gestärkt werden und sind fester Bestandteil meiner Arbeit und meiner
5 Phasen der Traumaheilung.

 

Bindung ist nicht nur ein Ergebnis der Vergangenheit. Sie ist auch eine Entscheidung 

im Hier und Jetzt – und ein Weg zurück zu Dir selbst.

 

Infos zu meiner Vita und Vision findest du hier: Wer ist Simon Karim?

Wenn du an Traumaarbeit und der Auflösung von alten Mustern und Beziehungsdynamiken interessiert bist, empfehle ich dir auch mal hier auf meine Seite zur NARM-Therapie zu schauen:

 

NARM zur Lösung von Bindungstrauma

Die Arbeit mit dem „Neuroaffektiven Beziehungsmodell“ für viele Menschen ein Hauptbaustein zur Veränderung der Bindungsdynamik. NARM ist ein relativ neuer Ansatz der von dem Amerikaner Laurence Heller entwickelt wurde.

 

Ich selber arbeite auch als NARM-Therapeut und wenn du neugierig bist,
kannst du hier mehr erfahren: https://simonkarim.de/narm-therapie/

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