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Bewusstseinsarbeit

(Vom Unbewussten zum Bewussten)

Bewusstseinsarbeit ist die Erforschung dessen, was du jenseits deiner Gedanken, Rollen und Geschichten bist – mit Meditation, Selbsterforschung und der Sicht des Advaita (Nicht-Dualität). Sie richtet sich an Menschen, die ihre spirituelle Praxis vertiefen und dabei geerdet bleiben möchten. Ich begleite dich traumasensibel in meiner Praxis in Berlin oder online.

Wer bin ich – jenseits meiner Geschichte?

Vielleicht kennst du diese Momente: Du sitzt still, der Atem wird ruhiger, und für einen Augenblick ist da einfach nur Sein. Kein Problem, das gelöst werden muss. Keine Rolle, die du spielen musst.

 

In der Bewusstseinsarbeit richten wir die Aufmerksamkeit auf dieses Gewahrsein, in dem alle Gedanken, Gefühle und Erfahrungen auftauchen. Es geht nicht darum, ein besserer Mensch zu werden oder einen besonderen Zustand zu erreichen, sondern darum, zu erkennen, was du schon bist – und das mit deinem ganz normalen Leben zu verbinden.

„Wer bin ich?“

Ramana Maharshi | Frage aus „Nan Yar?“ (Wer bin ich?)

Advaita – die Sicht der Nicht-Dualität

Advaita kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „nicht zwei“. Die Lehre des Advaita Vedanta stammt aus der indischen Tradition und beschreibt, dass es im Kern keine Trennung gibt – zwischen dir und dem Leben, zwischen dem, der beobachtet, und dem, was beobachtet wird.

 

Das klingt abstrakt, wird aber sehr konkret, wenn du es selbst untersuchst: Wo genau beginnt das „Ich“? Wer bemerkt die Gedanken, die kommen und gehen? Statt neuer Überzeugungen geht es um direkte Erfahrung. Du musst nichts glauben – du darfst nachschauen.

Viele Menschen erleben dabei mehr Weite und innere Ruhe. Gleichzeitig kann diese Arbeit alte Gefühle und Muster berühren, die lange im Hintergrund lagen.

Deshalb ist mir wichtig, dass Bewusstseinsarbeit nicht an deinem Menschsein vorbeiführt, sondern durch es hindurch – mit Körper, Gefühl und Beziehung.

Meditation und Selbsterforschung

Meditation ist in meiner Arbeit kein Leistungssport, sondern ein freundliches Innehalten: wahrnehmen, was gerade da ist, ohne es wegmachen zu müssen. Daraus wächst die Selbsterforschung – die stille Frage „Wer bin ich?“, mit der die Aufmerksamkeit dorthin zurückkehrt, woher sie kommt.

Wenn du zuerst die Grundlagen lernen möchtest, findest du mehr dazu unter Meditieren lernen.

Mädchen mit geschlossenen Augen hält eine Blume an ihr Gesicht

Wann Bewusstseinsarbeit dich unterstützen kann

  • Du meditierst schon länger und spürst, dass da noch mehr ist.

  • Du fragst dich, wer du jenseits deiner Rollen und Leistungen bist.

  • Du sehnst dich nach einer inneren Ruhe, die nicht vom Außen abhängt.

  • Du hast spirituelle Erfahrungen gemacht und möchtest sie besser einordnen.
  • Du merkst, dass du Spiritualität manchmal nutzt, um schwierigen Gefühlen auszuweichen.

  • Nach Retreats oder intensiven Meditationsphasen fühlst du dich eher dünnhäutig oder unruhig.

  • Erkenntnisse bleiben im Kopf, kommen aber im Alltag und in deinen Beziehungen nicht an.

  • Du suchst ein Gegenüber, das spirituelle und psychologische Fragen gleichermaßen ernst nimmt.
  • Du möchtest Stille und Lebendigkeit nicht länger als Gegensätze erleben.

  • Du möchtest mit Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen freundlicher umgehen.

  • Du willst deine Praxis im Alltag verankern – in Arbeit, Familie und Partnerschaft.

  • Du bist neugierig und offen, ohne einer bestimmten Lehre folgen zu müssen.

Ramana Maharshi und die Frage „Wer bin ich?“

Ramana Maharshi (1879–1950) gilt als einer der bekanntesten Lehrer des Advaita im 20. Jahrhundert. Statt komplizierter Lehrsätze empfahl er vor allem eine einfache Übung: der Frage „Wer bin ich?“ nachzugehen, bis das Denken zur Ruhe kommt.

 

Mich begleitet dieser Weg seit vielen Jahren. Ich verstehe ihn nicht als Dogma, sondern als Einladung: Was bleibt, wenn du alles beiseitelegst, was du über dich denkst? In der Begleitung setze ich diese Frage behutsam ein – und immer in deinem Tempo.

Wie ich Bewusstseinsarbeit begleite

  • Wir beginnen beim Körper: Erdung und ein reguliertes Nervensystem sind die Grundlage, damit sich Stille sicher anfühlen kann.

  • Wir arbeiten im Hier und Jetzt – mit dem, was sich in dir zeigt, statt mit Vorstellungen darüber, wie es sein sollte.

  • Meditation und Selbsterforschung wechseln sich mit dem Gespräch ab. Du bestimmst das Tempo, und wir können jederzeit innehalten.

  • Gefühle, die auftauchen, sind willkommen. Sie sind kein Hindernis auf dem Weg, sondern ein Teil davon.

  • Du musst keiner Lehre oder Tradition folgen. Der Maßstab ist deine eigene Erfahrung.

Kein spirituelles Umgehen

Im Englischen gibt es dafür den Begriff „spiritual bypassing“: Spirituelle Ideen werden genutzt, um schmerzhaften Gefühlen, alten Wunden oder Konflikten auszuweichen. „Alles ist eins“ kann dann zur Flucht werden – vor Wut, Trauer oder der Angst vor Nähe. Weil ich traumasensibel arbeite, achte ich darauf, was dein Nervensystem gerade tragen kann. Tiefe Meditation kann bei manchen Menschen Unruhe, Leere oder alte Ängste hervorrufen. Das ist kein Fehler, sondern ein Hinweis, dass es mehr Halt und Erdung braucht. Erwachen und Menschsein schließen sich nicht aus. Die Weite des Bewusstseins und die Verletzlichkeit deiner Geschichte dürfen nebeneinander da sein – und genau dort wird die Arbeit lebendig.
Illustration: Ein Kind sitzt zusammengekauert, umgeben von Sprechblasen mit Gefühlen

Fünf Wegweiser der Bewusstseinsarbeit

Bewusstseinsarbeit ist kein Programm, das man abarbeitet. Und doch gibt es ein paar Wegweiser, die sich in meiner eigenen Praxis und in der Begleitung anderer Menschen als hilfreich gezeigt haben.

 

Sie bauen nicht streng aufeinander auf, sondern greifen ineinander. Manchmal steht die Erdung im Vordergrund, manchmal die stille Frage nach dem, was du wirklich bist. Wir schauen gemeinsam, was in deinem Leben gerade dran ist.

1. Erdung

Wir kommen im Körper an. Ein Gefühl von Boden und Sicherheit ist die Basis, damit sich Stille weit und nicht bedrohlich anfühlt.

2. Präsenz

Wir üben, wahrzunehmen, was jetzt da ist: Atem, Empfindungen, Gedanken und Gefühle – ohne sie gleich zu bewerten oder verändern zu wollen.

3. Selbsterforschung

Wir wenden die Aufmerksamkeit nach innen und fragen: Wer bemerkt das alles? Was bleibt, wenn Gedanken und Rollen zur Ruhe kommen?

4. Annahme

Gefühle und alte Muster, die auftauchen, bekommen Raum. Sie werden nicht übersprungen, sondern mit Mitgefühl gehalten.

5. Integration

Was du in der Stille erkennst, darf im Alltag ankommen: in deinen Beziehungen, bei der Arbeit und im Umgang mit dir selbst.

Bewusstseinsarbeit in Berlin und online

Ich meditiere seit etwa 2000 und habe 2011 einige Zeit in einem Ashram in Indien verbracht. Diese Erfahrungen prägen meine Arbeit bis heute – genauso wie meine Ausbildung als Heilpraktiker für Psychotherapie und als zertifizierter NARM®-Therapeut. In der Bewusstseinsarbeit verbinde ich beides: die Stille der Selbsterforschung und ein feines Gespür für Nervensystem und Beziehung.

 

Steht für dich vor allem Bindungs- oder Entwicklungstrauma im Vordergrund, findest du mehr unter NARM® Therapie. Ich begleite dich in meiner Praxis in Berlin zwischen Mitte und Prenzlauer Berg oder online per Video.

 💙 🗝️ 🌱

Häufige Fragen zur Bewusstseinsarbeit

Muss ich spirituell sein oder an etwas glauben, um Bewusstseinsarbeit zu machen?

Nein. Du musst keiner Lehre, Religion oder Tradition folgen. Bewusstseinsarbeit lädt dich ein, deine eigene Erfahrung zu untersuchen – Begriffe wie Advaita oder Nicht-Dualität sind dabei nur Wegweiser, keine Glaubenssätze.

Brauche ich Meditationserfahrung?

Nein. Wir beginnen dort, wo du gerade stehst. Wenn du zuerst die Grundlagen kennenlernen möchtest, kann Meditieren lernen ein guter Einstieg sein. Erfahrene Meditierende können ihre Praxis hier vertiefen und einordnen.

Was ist der Unterschied zwischen Bewusstseinsarbeit und NARM®?

Der Schwerpunkt ist ein anderer. In der Bewusstseinsarbeit geht es um Meditation, Selbsterforschung und die Frage, wer du jenseits deiner Geschichte bist. NARM® ist ein Ansatz für die Arbeit mit Bindungs- und Entwicklungstrauma. Beides kann sich ergänzen; welcher Fokus für dich passt, klären wir gemeinsam.

Was ist, wenn beim Meditieren Unruhe oder alte Gefühle hochkommen?

Das ist häufig und kein Zeichen, dass du etwas falsch machst. Wir gehen dann langsamer, holen den Körper und die Erdung mit dazu und geben dem, was auftaucht, Raum. Gerade hier zeigt sich, warum ich Bewusstseinsarbeit traumasensibel begleite.

Ist Bewusstseinsarbeit ein Ersatz für eine Psychotherapie?

Nein. Bewusstseinsarbeit ist eine Begleitung für Menschen mit grundlegender psychischer Stabilität und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Bei akuten Krisen erreichst du die TelefonSeelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111, im Notfall wählst du 112.

Wie läuft eine Begleitung ab, in Berlin oder online?

Beides ist möglich. Eine Sitzung dauert 50 oder 90 Minuten, in meiner Praxis in Berlin oder online per Video. Am Anfang steht ein kostenloses Klarheitsgespräch (45 Minuten, per Zoom oder Telefon), in dem wir schauen, ob und wie ich dich gut begleiten kann.

Lass uns in einem kostenlosen
Klarheitsgespräch herausfinden, was du suchst.

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Kontakt

telefon
+49 176 705 129 54
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Ort
Ortsunabhängig online oder in der Praxis,
in der Rheinsberger Straße 37, 10435 Berlin

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